Lehre über Privatoffenbarungen


Modernisten,  die Liberalen und Ökumenisten in der Kirche lehnen jegliche „Privatoffenbarungen“ Gottes ab. Das  liegt in ihrer „Natur“, denn sie sind vom Katholizismus und somit  vom apostolisch überlieferten Christentum abgefallen. Doch geht es zu weit, wenn sie  noch andere Menschen in den Sumpf ihrer antichristlichen Lehren hineinzuziehen beabsichtigen, z.B.  wenn sie irrlehren, dass die kirchliche Lehre  besagen würde, dass keine von der Kirche appprobierte (genehmigte, erlaubte, gebilligte) „Privatoffenbarung“ verbindlich sei. Man müsse solche „Privatoffenbarungen“ nicht glauben und brauche ihnen nicht folgen, man dürfe sie ablehnen, also das tun, was die Kirche selbst  nicht tut. Sie seien reinste Privatsache, für die sich jeder so oder so entscheiden könne!

Mit solcher Ablehnung verfolgen  sie das Ziel, gläubige Katholiken zu verführen, damit ihr Glaube verflacht und sich am Ende gänzlich verliert.

Die Kirche lehrt in ihrem offiziellen Katechismus (KKK) hingegen etwas ganz anderes:

„Im Laufe der Jahrhunderte gab es sogenannte ‚Privatoffenbarungen‘, von denen einige durch die kirchliche Autorität anerkannt wurden. Sie gehören jedoch nicht zum Glaubensgut. sie sind nicht dazu da, die endgültige Offenbarung Christi zu ‚vervollkommnen‘ oder zu ‚vervollständigen‘, sondern sollen helfen, in einem bestimmten Zeitalter tiefer  aus ihr zu leben. Unter der Leitung des Lehramtes der Kirche  weiß der Glaubenssinn der Gläubigen zu unterscheiden und wahrzunehmen, was in solchen Offenbarungen ein echter Ruf Christi oder seiner Heiligen an die Kirche ist …“

  1. Wenn die Kirche von „Privatoffenbarungen“ spricht, dann, so zeigt ihre Lehre hier, nicht  deshalb, weil sie privater Natur wären, sondern, wie sie lehrt, nur deshalb, um sie von  der „endgültigen Offenbarung Christi“ zu unterscheiden. Und das deshalb, weil sie „nicht dazu da“ sind, „die endgültige Offenbarung Christi zu ‚vervollkommnen‘ oder zu ‚vervollständigen'“. Um das  zu verdeutlichen und zu untermauern, spricht die  Kirche statt bloß von „Privatoffenbarungen“ von „so genannten ‚Privatoffenbarungen'“!  Sie werden also nur insofern „Privatoffenbarungen“ genannt (so genannt), als sie kein integraler Teil der endgültigen Offenbarung Christi sind, und als sie die endgültige Offenbarung Christi nicht  „vervollkommnen“, „vervollständen“ oder gar „verbessern“. Also aus diesem Grund!
  2. Dass die Kirche solche Offenbarungen nicht deshalb „Privatoffenbarungen“ nennt, weil sie privater Natur  wären, zeigt  auch  ihre Aussage, dass „der Glaubenssinn  der Gläubigen zu unterscheiden und wahrzunehmen“ vermag, „was in solchen Offenbarungen ein echter Ruf Christi oder seiner Heiligen an die Kirche ist“. Solche von  Gott stammenden Offenbarungen sind also der katholischen Lehre zufolge keine private Glaubenssache, für die sich jeder so oder so entscheiden könne, sondern „ein Ruf Christi oder seiner Heiligen an die Kirche“. Wenn also Christus  und seine Heiligen in „sogenannten Privatoffenbarungen“ sprechen, dann betreffen sie der Lehre der Kirche zufolge allen Ernstes die Kirche: „… was in solchen Offenbarungen ein echter Ruf Christi oder seiner Heiligen an die Kirche ist“. Ihnen ist daher zu folgen bzw. ihnen hat daher die Kirche zu folgen.

Anhand der kirchlichen Lehre stellen wir zusammenfassend fest, dass alle von Gott stammenden „sogenannten ‚Privatoffenbarungen'“ für alle Katholiken, soweit sie ihnen bekannt sind, verpflichtend sind, erstens weil sie gemäß der kirchlichen Lehre von Gott sind, zweitens weil sie gemäß der kirchlichen Lehre ein  Ruf Christi oder seiner Heiligen an die Kirche sind, und drittens weil sie gemäß der kirchlichen Lehre uns helfen wollen, tiefer aus der endgültigen Offenbarung Christi, welche seine  Kirche seit Apostelzeiten an hütet und verwaltet, zu leben.

Wir sehen anhand der Lehre der Kirche, mit welchen Tricks Modernisten, Liberale und Ökumenisten arbeiten, um die einen gläubigen Katholiken von den „Privatoffenbarungen“ Gottes zu trennen und die anderen von ihnen fernzuhalten. Sie sollen dem Ruf Christi und seiner Heiligen, tiefer aus der endgültigen Offenbarungen Christi zu leben, nicht folgen.

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